Sie haben noch Fragen? Hier gibt es die Antworten.

Bewerben können sich alle Unternehmen und Organisationen der ökologischen Lebensmittelwirtschaft wie z. B. Erzeugungsbetriebe, Beratungseinrichtungen, Handelsunternehmen, Verarbeitungsunternehmen, Zertifizierungseinrichtungen, Verbände, Forschungseinrichtungen sowie Dienstleister.

Das Traineeprogramm richtet sich an junge Absolventen, die den Berufseinstieg in die Biobrache suchen.
Die Stellenangebote und die dementsprechend gesuchten Qualifikationen für die jährlich 25 Ausbildungsstellen  sind breit gefächert. Allgemein lässt sich sagen, dass ca. 50 Prozent der Trainees aus Studiengängen der Land- und Lebensmittelwirtschaft kommen. Die andere Hälfte hat einen eher „lebensmittelfernen“ Ausbildungsgang absolviert wie z. B. aus den Bereichen Betriebswirtschaft, Nachhaltigkeit oder auch Journalismus oder Politikwissenschaften.

Bewerben können sich junge Hochschul- und Fachhochschulabsolventen vorwiegend aus den Studiengängen Agrarwissenschaft, Gartenbau, Ernährungswissenschaft, Lebensmitteltechnologie, Betriebswirtschaft und Marketing. Darüber hinaus bieten die Ausbildungsunternehmen aber auch immer wieder Stellen für Absolventen fachfremder Studiengänge an oder messen dem Studiengang eine geringere Bedeutung bei. Welche konkreten Qualifikationen gesucht werden, ist ab 1. Juni in den Stellenausschreibungen der Jobbörse des Traineeprogramms nachzulesen.
Dort finden Interessierte auch den Ansprechpartner des jeweiligen Unternehmens, der zur gesuchten Qualifikation Auskunft geben kann.

Das Traineeprogramm ist eine 12-monatige Ausbildung zur Fach- und Führungskraft in der Biobranche. Das Training on-the-job erstreckt sich über 11 Monate im jeweiligen Unternehmen, das 20-tägige Training off-the-job verteilt sich auf 4 überbetriebliche Ausbildungsmodule.

Das Traineeprogramm beginnt jeweils am 1. November und endet am 31. Oktober des Folgejahres.

Das Traineeprogramm Ökolandbau wird im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durchgeführt. Die Geschäftsstelle des BÖLN befindet sich in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
Die Kosten für die Module inkl. Anreise, Verpflegung, Übernachtungen, Referenten, Material, E-Learning etc. werden durch die BLE gefördert – den Trainees entstehen hier keine Kosten.

Pro Ausbildungsrunde werden bis zu 25 Traineestellen angeboten.

Bisher wurden knapp 350 junge Führungs- und Nachwuchskräfte mit dem Traineeprogramm bei ihrem Berufseinstieg in die Ökobranche begleitet. Fast 150 verschiedene Unternehmen und Organisationen haben in den letzten 14 Jahren als Ausbildungsunternehmen teilgenommen. Viele renommierte Unternehmen und Branchenorganisationen bewerben sich regelmäßig um einen der begehrten Ausbildungsplätze. Das Ergebnis einer Expertenbefragung in 2015 unterstreicht diese Einschätzung: “Mit dem Traineeprogramm ist eine Marke entstanden, die in der Branche einen sehr guten Ruf genießt. Die  Absolventen des Traineeprogramms werden als Menschen gesehen, die Öko denken können und eine gute und breite Qualifikation mitbringen.“, so die Aussage eines der  befragten Experten. Viele Absolventen sind mittlerweile in verantwortliche Fach- und Führungspositionen aufgerückt.
Was das Interesse  der Bewerber am Traineeprogramm anbelangt, so sind die Bewerberzahlen von ca. 210 im ersten Ausbildungsjahr auf 690 im 12. Traineeprogramm gestiegen. Da sich im Schnitt jeder Bewerber auf zwei Stellen bewirbt, ist die Zahl der bei den Unternehmen eingehenden Bewerbungen doppelt so hoch.